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Go forward to 2 Einführung: Grundlagen des Unix-Systems

1 Diese Dokumentation und ihre Konventionen

1.1 Konventionen

Im Folgenden wird davon ausgegangen, dass jede Benutzerin bereits grundlegende Kenntnisse im Umgang mit einem gängigen Betriebssystem (Mac oder PC) hat. Wegen der größeren Verbreitung werden Beispiele und Parallelen häufig an Windows-Rechnern geknüpft. Bis zur Regelung der geschlechterspezifischen Sprache haben Autor und Herausgeber dieser Doku sich darauf geeinigt, die grammatischen Geschlechter sich abwechseln zu lassen, nicht aber Formen wie BenutzerIn o.ä. zu benutzen. Selbstverständlich sind an allen Stellen alle gemeint und wer sich unterrepräsentiert fühlt, macht bitte einen sinnvollen Vorschlag an den Autor dieser Doku.

  1. Wenn vom Maus-Klicken die Rede ist, ist immer der linke Button gemeint, wenn nicht ausdrücklich etwas anderes erklärt ist.
  2. Es wird immer von der 3-Knopf Maus ausgegangen. Wer vor einer 2-Knopf Maus sitzt (und daher keinen mittleren Maus-Button kennt), der erziehlt dessen Wirkung, in dem er beide Mausknöpfe zugleich drückt. siehe auch cut/paste mit der Maus .
  3. Das Ding, das dafür sorgt, dass die Fenster auf dem Bildschirm organisiert und das Verhalten der Maus und der Pop-Up Menüs koordiniert, nennt sich ein Window-Manager. Wer einen neuen Account am WSI erhält, dessen Window-Manager wird automatisch gestartet und heißt standardmäßig icewm. Alle in dieser Doku beschriebenen Aktionen mit der Maus funktionieren mit diesem Window-Manager, auf anderen funktionieren sie nur vielleicht.
  4. wenn vom Unix-Prompt die Rede ist, dann ist von der Eingabeaufforderung eines xterm-Fensters die Rede. In dem standardmäßig voreingestellten Window-Manager icewm öffnet man ein solches z.B. durch Mausklick auf die dritte Schaltfläche von links in der unteren Symbolleiste. (Die mit dem Terminalsymbol)
  5. Tastaturkommandos werden grundsätzlich am Unix-Prompt eingegeben und mit der Enter-Taste zur Ausführung bestimmt. In der Dokumentation werden solche Kommandos (und auch andere Dinge, wie Eigennamen von Unix-Programmen o.ä.) in dieser Schrift angegeben. Ausdrücke in spitzen Klammern bezeichnen einen Tastendruck: so bedeutet <enter>, dass man die Enter-Taste drücken soll.
  6. Die Unix Man-Pages sind die Online-Dokumentation, die auf fast jedem Unix-System für fast jeden Unix-Befehl und viele andere Anwendungen zur Verfügung stehen. Man erhält sie, indem man z.B. für den Druck-Befehl lpr am Unix-Prompt die Zeile man lpr <enter> eingibt. 
  7. Für das persönliche Home-Verzeichnis wird die abkürzende Schreibweise ~/ verwendet.

1.2 Zielsetzung

Ziel dieser Dokumentation ist es, Benutzerinnen und Benutzern, die sich auf einem Windows-PC auskennen, den Einstieg in die WSI UNIX-Oberfläche des Arbeitsbereichs zu erleichtern. Es gibt eine rudimentäre Einführung in die Grundunterschiede zwischen Unix und Dos/Windows sowie eine Beschreibung der X-Windows-Oberfläche. Zu den meisten Aufgaben, die Benutzer auf jeden Fall irgendwann werden erledigen wollen, sind in dieser Dokumentation Anleitungen geben. Diese Anleitungen stellen in der Regel den nötigsten Hintergrund in puncto Systemverhalten kurz dar, und liefern dann sowohl eine Kochrezept-Lösung für eine fiktive (aber vermutlich tatsächlich sehr häufig zu erledigende) Aufgabe, als auch Hinweise darauf, wie man mehr Information über ein gegebenes Thema erhält.

1.3 Grenzen und Weiterführendes

Diese Dokumentation kann keine volle Einführung in das UNIX-Betriebssystem leisten. Es wird empfohlen, sich ausserdem die hervorragende Einführung von Michaela K. Harlander zu besorgen. Sie besteht aus den zwei Dateien dintro.ps.Z und dintro_index.ps.Z, und es gibt sie unter  

Die Einführung kommt als komprimiertes Postscript (Es reicht hier, wenn man weiß, dass Postscript ein Dateiformat ist). Man muss zunächst ein xterm-Fenster öffnen, dann beide Dateien mit den Kommandos gunzip dintro.ps.Z <enter> und gunzip dintro_index.ps.Z <enter> in unkomprimierte Postscriptdateien umwandeln, und diese dann drucken (sind etwa 77 Seiten). Eine ausführliche Anleitung zum Ausdrucken von Postscript-Dateien.

Wer dintro.ps gleich am Bildschirm lesen will, kann die Datei mit Hilfe der Anwendung Ghostview öffnen. Das geht, indem man auf dem Bildschirmhintergrund die rechte Maustaste betätigt und dann unter Applications den untersten Menüpunkt Ghostview auswählt. In Ghostview klickt man sich via File -- open in ein Windows-artiges, bekannt aussehendes Verzeichnismenü, aus dem man dann die entsprechende Datei auswählen kann.

Dintro.ps enthält vor allem grundlegende Informationen über Shells, das Hilfesystem von Unix, das Dateisystem, Editieren, Kompilieren, Netzwerksoftware, das X-Window System und eine Referenzkarte (Liste mit Kurzbeschreibungen) von 42 extrem nützlichen Unix-Befehlen.

Ausser dieser Einführung gibt es hier noch drei Vorschläge für Leute, die fortgeschrittene Informationssuche zum Thema Unix betreiben möchten, nämlich

Diese Dokumentation kann weiterhin die Dokumentationen und Tutorials zur erwähnten Software in keinem Fall ersetzen. Zu allen Unix-Befehlen, die hier beschrieben sind, ist die Information dieser Dokumentation in der Regel ein Exzerpt aus dem (oft verwirrend erschöpfenden) Unix Man-Pages. Diese Man-Pages sind aber unersetzlich. Noch viel klarer ist es, dass die entsprechende Dokumentation für Editoren (z.B. XEmacs), Graphikprogramme (z.B. gimp, xv, imagemagick etc.), und Mail/News Anwendungen (z.B. exmh) hier auf keinen Fall ersetzt werden kann.


Author: knauel - modified at Date: 2005/03/23 15:20:09

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